15.09.2025 Adrian Rudershausen
- Ars Electronica
- Workshop
- Mensch-Maschine
- KI-Typen
- Evaluation
Mensch-Maschine-Kommunikation: Ein Workshopbericht vom Ars Electronica Festival in Linz 2025
Die Ars Electronica ist dafür bekannt, dass sich dort ein vielschichtiges, fachkundiges Publikum über neuste Strömungen, Ideen und Konzepte im Bereich der digitalen Kultur und Kunst informiert und austauscht. Neben einer Vielzahl von Ausstellungen, Exponaten, Events und Vorträgen gab es auch ein breit gefächertes Angebot von Workshops und Diskussionsrunden.
Dieses Jahr hatten uns die Ars Electronica Macher:innen eingeladen, unsere KI-Assistenz-Projekte zu zeigen und zur Diskussion zu stellen. Für uns eine großartige Gelegenheit, mit einem breiten, internationalen (Fach-) Publikum in den Austausch zu kommen und an den eigenen Arbeiten die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit von KI-Assistenzen zu diskutieren.
Drei KI-Typen, drei Ansätze
Wir hatten dazu drei KI-Typen im Gepäck, die wir für unterschiedliche Projekte, die wir betreuen, entwickeln. Der Anlass für unsere KI-Entwicklungen sind immer Projekte, in denen der Einsatz von KI einen praktischen Mehrwert schaffen soll. Es geht uns nicht um KI-Produkte, sondern den lösungsorientierten Einsatz von KI-Assistenten für diverse, zum Teil sehr spezifische Aufgaben.
Einstieg ins Mensch-Maschine-Teamwork
Die Teilnehmerinnen unseres Workshops „Mensch-Maschine Teamwork“ waren dann wie erhofft eine bunte Mischung aus Kultur, Bildung, Wirtschaft, aller Altersgruppen – Mit und ohne Erfahrungen in der Anwendung von spezialisierten KI-Assistenzsystemen.
Zum Einstieg in unseren Workshop ordnete Adrian Rudershausen, mit dem wir die KI-Assistenzen gemeinsam entwickeln, in einem Impulsvortrag ein, worauf wir besonderes Augenmerk legen: Die Interaktion mit den Nutzenden und die Rolle, die die KI-Assistenzen dabei einnehmen.
Der Test, die Bewertungen, die Diskussionen
Die Teilnehmer:innen konnten alle drei KI-Typen selbst testen. Dazu gab es jeweils eine kurze Einführung, die die spezifische Rolle der KI-Typen erklärte und den Teilnehmer:innen ihre Aufgabe. Anschließend wurde gevotet – ganz anlog, mit Klebepunkten. Vier Dimensionen galt es jeweils zu bewerten und anschließend zu diskutieren.
Communication Role
Autonomy Level
Communication Mode
Social Cues
Zwischenfazit: Was wir aus dem Feedback gelernt haben
Für zwei Stunden war das Programm ambitioniert – insbesondere in Hinblick auf das Testen von drei KI-Typen. Die zum Teil sehr unterschiedlichen Bewertungen der Teilnehmer:innen zeigten uns einmal mehr, wie wichtig es ist, dass die Rolle und Aufgabe, die die KI-Assistenzen einnehmen und erfüllen sollen, sehr klar fokussiert und kommuniziert wird. Ebenso wichtig ist es, dass die KI-Assistenzen in Ihrer Rolle bleiben und sich nicht zum Essen verabreden, obwohl sie „nur“ Auskunft über Volkshochschulkurse geben sollten.
Wie es jetzt weitergeht
Somit war es richtig, dass wir unsere KI-Typen als „Work in Progress“ vorgestellt haben, um mit den Teilnehmenden in einen offenen Diskurs über Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit dieser Anwendungen zu kommen. Und folgerichtig setzen wie diesen Diskurs fort und haben die Teilnehmenden eingeladen, weiter im Austausch zu bleiben.
Wenn ihr ebenfalls mehr über die Projekte erfahren wollt, Interesse an einem solchen Workshop oder Vortrag habt oder euch an dem Diskurs beteiligen möchtet, dann sprecht uns sehr gerne an!